Von Bad Dürkheim zum Drachenfels und weiter

Diesmal geht es von Bad Dürkheim in Richtung Drachenfels. Zunächst aber durchstreifen wir kilometerweise Urwald um endlich den Aufstieg zu beginnen.

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Beschreibung


Am Bad Dürkheimer Bahnhof startet unsere heutige Tour. Wir lassen auf den ersten Kilometern jegliche Wandermarkierung außer Acht und konzentrieren uns nur auf die Straßennamen (da wir vorerst Wandermarkierungen - wenn überhaupt - nur streifen). >Ø<

Den Vorplatz des Bahnhofs (Wendeschleife für die Rhein-Haardt-Bahn) queren wir komplett und stoßen auf die Mannheimer Straße (Bundesstraße 271). Dort halten wir uns links. Die Mannheimer Straße mündet in die Philipp-Fauth-Straße. Daraus wird nur wenig später die Weinstraße. Wir gehen noch ca. 500 Meter an der Weinstraße in südlicher Richtung und erreichen rechterhand (es empfiehlt sich also auch den rechten Gehweg zu verwenden) den Amtsplatz. Wir biegen rechts ab, halten uns anschließend halblinks und erreichen den Holzweg. Dieser führt uns in den Bad Dürkheimer Ortsteil Seebach. Während die ersten 10 Minuten unserer Wanderung wahrlich nicht so schön waren wird es nun zusehends beschaulicher: zwar wandern wir immer noch auf geteertem Weg, es geht aber kontinuierlich bergauf und der Wald kommt dadurch immer näher. Wir orientieren uns am Holzweg bis diese Straße in Höhe des Dorfplatzes in die Hammelstalstraße mündet. Nun geht es so lange weiter bergauf bis wir an den Waldrand gelangen. Dort biegen links in die Martin-Butzer-Straße ein (siehe auch Beschilderung zu gleichnamigem Jugendheim! Achtung: das Jugendheim ist auch schon weiter unten ausgeschildert - bitte erst in die Martin-Butzer-Straße einbiegen!). Die teilt sich nach wenigen Metern an einer Gabelung. Dort halten wir uns rechts. Am Ende der Straße halten wir uns wieder rechts und stoßen auf den Wanderweg mit der Markierung „5“. Nun geht es auf einem Pfad bergauf zum Zeppelinsturm. Das Laufen macht wieder richtig Spaß und die letzten Höhenmeter überwinden wir schnell. Nach ca. 1 Stunde Gehzeit haben wir den Zeppelinsturm erreicht. >Ø<

Der Zeppelinsturm wird im Volksmund auch „Schneckennudel“ genannt. Schnell wissen wir warum, denn die geringe Bauhöhe des Turm erklimmt man in dem man „Schneckennudellike“ dreimal um seinen Mittelpunkt läuft. Der Turm wurde 1854 errichtet und trug zuerst den Namen Malakoffturm. 1909 wurde der Namen in Zeppelinturm geändert. 1974 musste der Turm saniert werden und seither erfreuen sich viele Wanderer an der wunderbaren Aussicht. Auf einer Bank sitzend schweift unser Blick über die Rheinebene (Bad Dürkheim, Wachenheim). Aber auch das Kloster Limburg ist nördlich des Turms gut zu erkennen. In den Pfälzerwald gen West ist die Aussicht ebenfalls nicht zu verachten: wir schauen auf ein gutes Stück unserer weiteren Tour. >Ø<

Wir machen uns wieder auf den Weg und wandern mit der „5“ (andere Richtung - nicht den gleichen Weg zurück!) auf einem schönen Pfad bergab zum Wanderparkplatz „Drei Eichen“. Wir stoßen dort auf die Markierung gelb-roter Balken und folgen dieser wenige Meter Richtung Südwest. Rechterhand zweigt ein lokaler Rundwanderweg ab welchem wir nun folgen (Wer möchte kann der Markierung gelb-roter Balken auch weiter folgen denn diese führt direkt zur Dicken Eiche - unserem nächsten Ziel). Wir orientieren uns an der „1“ und der „2“. Auf einem schlechten Pfad gewinnen wir schnell an Höhe und stoßen am Ende des Pfades auf einen befestigten Waldweg. Diesem folgen wir auf der Nordseite des Bretterkopfes weiter leicht bergauf bis wir nach 1 ¾ Stunden Wanderzeit die Dicke Eiche erreicht haben. >Ø<

Mit dem gelb-roten Balken gehen wir weiter nach Westen und müssen direkt nach der dicken Eiche einen Stich erklimmen der es in sich hat. Oben angelangt wird es aber wieder angenehmer. Auf der Hochfläche wandern wir wenig spektakulär, dafür aber mit einem Höchstmaß an Ruhe und Abgeschiedenheit weiter. Zahlreiche Wandermarkierung kreuzen unseren Weg, wir orientieren uns aber ständig weiter am gelb-roten Balken (bitte beachten Sie die Anmerkung!). Der meist breite Forstweg geht in Höhe des Jagdsteins in einen schönen Pfad über. Nun beginnt der Abstieg ins Lindental, einem Seitental des Dreibrunnentals. Ganz unten in der Senke sind wir nach insgesamt 2 ¾ Stunden Wanderzeit angelangt. >Ø<

Nun wird es richtig happig: Mehr als 270 Höhenmeter wollen auf einer Länge von 1,7 km überwunden werden und das kostet richtig Kraft. Wir wandern nun weiter mit dem gelb-roten Balken an der Westseite des Drachenfels denselben Berg hinauf. Serpentinen gibt es nicht. Der Pfad verläuft unaufhörlich geradeaus, lediglich einige breite Forstwege können als Zwischenziel anvisiert werden. Nach 15 Minuten Aufstieg stoßen wir auf den Wanderweg mit der Markierung „blauer Balken“. Diesem müssen wir nun rechterhand auf den Gipfel des Drachenfels folgen. Die schon seit längerem zu erkennenden Felsmassive des Drachenfelsplateaus kommen nun deutlich näher. Der Weg ist weich und der Wald ist licht. Kurz vorm eigentlichen Gipfelplateau wird der Weg noch einmal richtig steil, aber dann haben wir es geschafft: nach insgesamt 3 ¼ Stunden Wanderzeit sind wir auf einem der schönsten Berggipfeln des Pfälzerwaldes angekommen. >Ø<

Auf 130.000 Quadratmetern erstreckt sich ein einzigartiges Naturschutzgebiet: die Bäume dürfen liegen wo sie fallen, keine Pferde und keine Zweiräder stören Flora und Fauna. Dem Wanderer stehen zwei einzigartige Aussichtspunkte zur Verfügung: auf dem sog. Westfels (dessen eisernes Schutzgeländer schon ein wenig in die Jahre gekommen ist) peilt man den Hunsrück, den Donnersberg sowie den nordwestlichen Teil des Pfälzerwaldes an. Auf dem Südfels ist der Blick Richtung Johanniskreuz und die Mittel- und Oberhaardt einzigartig. Unterhalb des Südfels befindet sich eine Höhle, die sog. Drachenhöhle. Der Name rührt wohl aus einer Zeit als man dachte, dass der Lindwurm der Nibelungensage auf diesem Berg einst hauste. Die Drachenhöhle kann ebenfalls begangen werden. Von ihr hat man eine ebenfalls grandiose (und überdachte) Aussicht. Westlich des Südfels erstrecken sich die Reste eines Ringwalls aus römischer Zeit. Denn auch damals war der mit 571 Höhenmetern höchste Berg des Pfälzer Waldes nördlich des Speyerbachs von strategischer Bedeutung. Den Weg zwischen den einzelnen Stationen des Gipfelplateaus zu beschreiben ist es an dieser Stelle nicht wert: das Erkunden des Plateaus macht viel mehr Spaß. Planen Sie dafür ruhig eine Stunde ein. >Ø<

Wie auch immer der Gipfel von Ihnen erkundet wurde, wichtig ist nur, dass Sie den gleichen Weg zurückgehen (also den blauen Balken auf der richtigen Bergseite). Diesem folgen wir bis wir wieder auf den gelb-roten Balken stoßen. Beide Markierungen führen nach Süden zu einer großen Wegkreuzung: Diese hat den Namen „Sieben Wege“ und dieser Name ist mehr als gerechtfertigt (wenn man es genau nimmt sind es sogar acht Wege die sich von einem Punkt in alle Richtungen teilen). Auch zahlreiche Wandermarkierungen laufen hier zusammen. Wir bleiben aber dem blauen Balken und dem gelb-roten Balken treu und wandern wenige Meter bergab zum Friedrichsbrunnen und zur gleichnamigen Schutzhütte. Von dort wandern wir mit den gleichen Markierungen (blauer- und dem gelb-roter Balken) weiter, allerdings nicht mehr ins Tal: der Weg schlängelt sich linkerhand um den Hohe Kopf. Über einen wunderschönen Pfad gelangen wir dadurch an die gebrochene Buche. Hier verabschiedet sich der blaue Balken und wir folgen nur noch dem gelb-roten Balken gen Weidenthal. >Ø<

Mit einem schönen Pfad wandern wir nun stetig bergab und gelangen an die Schutzhütte „Steinbachtal“. Hier kann man nun weiter ins Hochspeyerbachtal laufen - wenn man möchte - wir halten uns aber rechterhand und gehen einige Höhenmeter bergauf Richtung Weidenthal (um noch etwas länger im Wald zu weilen). Der gelb-rote Balken führt uns zumeist über breite Waldwege vorbei am Weidenthaler Ortsteil „Mainzertal“. In Höhe des alten Bahnhofs gelangen wir wieder zurück in die Zivilisation. Ohne Wandermarkierung wandern wir der Hauptstraße (Bundesstraße 39) entlang zur Ortsmitte und gelangen so zum Bahnhof. Bis hierher sind wir etwas mehr als 5 ¼ Stunden unterwegs. >Ø<

Anmerkung: Nach der Dicken Eiche hat man die Gelegenheit 3 Jagdschlösser bzw. deren Ruinen zu besichtigen. Es handelt sich dabei um die Ruine Schaudichnichtum, die Ruine Murrmirnichtviel sowie das erhaltene Jagdschloss Kehrdichannichts. Dazu ist jeweils nur ein kurzer Abstecher notwendig. Die Namen der drei Jagdschlösser entstanden wohl aus einer Zeit als in diesem Wald das Leininger- als auch das Kurpfälzer Adelsgeschlecht zur Jagd gingen (und sich gegenseitig nicht besonders wohl gesinnt waren). Ein Blick auf die Karte lohnt also auf jeden Fall. >Ø<

Höhenprofil

Tourskizze

Bad Dürkheim Bahnhof Bad Dürkheim Bad Dürkheim-Seebach Ebersberg Schneckennudel (Zeppelinturm, Ebersberg) Bretterkopf (Staufenberg) Dicke Eiche Dreispitz Jagdstein Lindental Dreibrunnertal Drachenfels Sieben Wege Friedrichsbrunnen
Schutzhütte am Friedrichsbrunnen An der gebrochenen Buche Schutzhütte Steinbachtal Weidenthal Weidenthal Bahnhof

Anschlusstouren

  •  Über Drachenfels und Eckkopf (25.0km)
  •  Der Drachenfels (18.0km)
  •  Rahnfels und Bismarckturm (19.0km)
  •  Hart am Haardtrand entlang (21.3km)
  •  Lambrecht Spangenberg Weidenthal (26.2km)
  •  Von Grünstadt nach Bad Dürkheim (23.5km)

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