Exped Alpine Light
Trekking Poles
Leichter und kompakter Berg- Ski- und Trekkingstock
Testbericht
Technische Daten:
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Gewicht: 185 g / Stock
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Packmaß: 56 cm
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Länge: 95 cm - 125 cm
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Material:
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Griff: EVA - Schaum
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Schaft: DAC - Featherlight NSL Aluminium, umweltfreundlich eloxiert
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Eigenschaften:
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Ergonomisch geformter Griff aus EVA - Schaum, verlängert um einen Steiggriff
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gepolsterte und stufenlos verstellbare Handschlaufen
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3 Segment-Schaft:
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oberer Teil: stufenlos einstellbar über pressrillengesichertes Klemmkonus - Drehsystem
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unterer Teil: durch Vertikalrillen geführte Doppeldruckknopf Arretierung
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kleiner, fest montierter Trekking-Teller aus Kunststoff
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Karbid-Stahl Absorber Spitze
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Zubehör, mitgeliefert:
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größere Schneeteller
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Schutzkappen für die Spitzen
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Zubehör, optional:
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Winter-Set: größere Tiefschneeteller und lange Flex-Spitze
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Die Vorgeschichte
Nachdem wir unsere erste größere Trekkingtour hinter uns hatten und wir unsere gemachten Erfahrungen rekapitulierten, erkannten wir schnell, dass auf der nächsten Tour mit größerem Gepäck auf jeden Fall Trekking-Stöcke dabei sein würden. Durch den richtigen Einsatz der Stöcke kann man die Beinmuskulatur um bis zu 25% entlasten. Zusätzlich reduziert sich die Belastung auf den Bein- und Fußgelenken. Auch entfaltet sich eine positive Stützwirkung auf die Wirbelsäule, die so entlastet und stabilisiert wird. Die zusätzliche Bewegung der Arme spricht außerdem die Schultermuskulatur an, wodurch diese besser durchblutet werden und sich so das Rucksackgewicht besser "er-"tragen lässt. Nicht zuletzt gewinnt man an Stabilität in schwierigen Passagen, was manchmal auch nicht zu unterschätzende psychologische Vorteile bringt. Zusätzlich sind solche Wanderstöcke während Wat-Passagen durch Bäche und Flüsse unverzichtbare Helfer. Man kann sie unter Umständen auch als Zelt- oder Tarpstangen einsetzen. Diese Aufzählung könnte wohl noch weiter gehen. Wir haben also nach Trekking-Stöcken gesucht die absolut zuverlässig, stabil und gleichzeitig möglichst leicht sein sollten. Das Packmaß spielte eher eine untergeordnete Rolle, da wir die Stöcke wohl meist in den Händen halten würden und Anreisen mit dem Flugzeug aus ökologischen Gesichtspunkten kategorisch ausschließen. Nach gründlicher Recherche sind wir bei der "Exped Alpine" Serie gelandet. Mit Exped hatten wir bisher durchweg gute Erfahrungen gemacht. Gut gefällt uns die Firmenphilosophie, in erster Linie steht Zuverlässigkeit, gleich danach geringes Gewicht, sowie eine möglichst umweltfreundliche Fertigung und das auch noch zu einem vernünftigen Preis. Also haben wir nicht lange gefackelt und haben uns je einen Alpine und einen Alpine Lite bestellt.
Die Stöcke
Die Stöcke kommen in einer
umweltfreundlichen Kartonverpackung, nur die zusätzlichen
Schneeteller sind mit einer Plastikschlaufe angehängt. Das
sorgt
schon mal für einen sympathischen ersten Eindruck. Der Griff ist aus
angenehm griffigem, ergonomisch geformtem EVA-Schaum. Zunächst fällt
auf, dass er mit 33 cm sehr lang ist. Das kommt daher, weil er in
zwei Teile unterteilt ist, die unterschiedliche Griffhaltungen
ermöglichen. Im oberen Teil befindet sich der "normale" Griff
für den normalen Trekking- bzw. Skialltag. Der untere Teil erlaubt
ein schnelles umgreifen, so dass die effektive Stocklänge verkürzt
wird. Dadurch wird vermieden, dass die Stocklänge in extremem
Gelände angepasst werden muss, wenn eine größere Hebelwirkung
erforderlich ist. Das kann im Hochgebirge sehr nützlich sein. Im
Normalgriff werden die Hände durch gepolsterte Schlaufen
unterstützt. Die Schlaufen sind stufenlos und schnell einstellbar.
Die Schlaufen verhindern ein Abgleiten der Hände bzw. des Stocks und
sind auf langen Touren unersetzlich, wenn die Hände müde werden.
Der Schaft ist aus DAC-Featherlight Aluminium, woraus auch
Flugzeugteile hergestellt werden. Das Aluminium wurde in einem
salpeter- und phosphorsäurefreien Verfahren ( "Green Anodizing"
) eloxiert, d.h. mit einem Schutzüberzug versehen. Er gliedert sich
in drei Teile. Der obere Teil, der den bereits angesprochenen 33 cm
langen Griff beherbergt. Der zweite Teil ist mit dem oberen über
einen sog. pressrillengesicherten Klemmkonus verbunden. Durch drehen
wird der Mittelteil in jeder gewünschten Höhe arretiert. Es
befinden sich Aufdrucke mit Höhenangaben in cm auf dem Schaft, die
die präzise Einstellung erleichtern. Ebenfalls erwähnenswert ist,
dass der Schaft beim Herausziehen alle 5 cm einen leichten Widerstand
erzeugt. Beschränkt man sich auf diese Höhen, können beide Stöcke
schnell und sehr präzise auf gleiche Höhe gebracht werden. Die
Skala reicht von 95 cm bis 125 cm. Der untere Teil ist über eine
Doppeldruckknopf Arretierung verbunden, die keine Höheneinstellung
erlaubt. Der Schaft wird solange herausgezogen, bis die Druckknöpfe
von in ihre Arretierungslöcher springen. Das Doppeldruckknopfsystem
hat den Vorteil, dass der untere Teil stabiler im Mittelteil
verankert ist. Durch die versetzte doppelte Bindung werden außerdem
Schwingungen reduziert, was sich positiv auf die Geräuschentwicklung
auswirkt. Vor der eigentlichen Spitze der Stöcke befindet sich noch
ein kleiner Trekking-Teller, der beispielsweise verhindert, dass der
Stock in grobem Geröll zu Tief in Zwischenräume abrutscht, oder in
Morast zu tief einsinkt. Sie können durch mitgelieferte Schneeteller
erweitert werden, die den Einsatz der Stöcke im Schnee ermöglichen.
Zusätzlich erhältlich ist außerdem ein "Winter-Set" mit noch
größerem Tiefschneeteller und einer Flex-Spitze. Die eigentliche
Spitze ist aus Karbid-Stahl und dadurch sehr widerstandsfähig. Sie
hat ein unregelmäßige Profil, was ein Abrutschen auf glattem Fels
verhindert. Mitgeliefert werden hierzu Schutzkappen für den
Transport der Stöcke, um Beispielsweise den Rucksack vor den
scharfen Spitzen zu schützen.
Der Test
Testen konnten wir diese Stöcke auf zwei 10-tägigen Touren mit vollem Gepäck. Zunächst sei angemerkt, der äußerliche Eindruck den die Stöcke machen ist sehr gut. Die Verarbeitung ist hochwertig und fehlerfrei. Alle Teile passen perfekt zusammen, nirgends schwingt oder klappert etwas. Die Druckknöpfe arretieren zuverlässig, dank kräftiger Federn in ihrem Innern. Die Griffe fühlen sich angenehm an, auch mit verschwitzten oder nassen Händen hat man sehr guten Halt. Das Material saugt sich nicht voll, sondern sorgt mit seiner feinen Reliefstruktur für eine rasche Verdunstung. Ein großer Vorteil auch bei Regen oder Flussquerungen. Die Handschlaufen sind an den richtigen Stellen gepolstert und führen auch nach einem längeren Wandertag nicht zu Scheuerstellen. Aber hier entscheidet natürlich die individuelle Physiologie des Wanderers. Die Stöcke sind gut ausbalanciert, was zusätzlich die Handgelenke entlastet. Die Längeneinstellung lässt sich schnell und präzise vornehmen. Nach all den guten Seiten haben wir aber natürlich auch einige Schwächen ausgemacht. Nach mehrtägiger extremer Belastung auf z.T. Betonpisten, begann eine der Druckknopfverbindungen leichte Geräusche von sich zu geben. Eine genaue Überprüfung ergab keine funktionellen Beeinträchtigungen, dennoch war das Geräusch auf Dauer gut hörbar, wenn auch nicht unbedingt störend. Es war ein leichtes Knacken, als ob man auf Kies sticht, nur kam das Geräusch auch wenn der Untergrund gerade fest war. Insgesamt kann man das aber als Kleinigkeit abtun, die auch nur bei einem Stock unserer 2 Paare aufgetreten ist.
Das Fazit
Wie
man aus dem Tenor des Tests ja
schon heraushören kann, waren wir sehr zufrieden mit den Stöcken.
Wir werden zukünftig keine Tour mit schwerem Gepäck ohne Stöcke
unternehmen. Sie entlasten Gelenke und Muskeln der Beine sowie
Schultern und Wirbelsäule und tragen so zu einer größeren
Reichweite und einem entspannteren Laufen bei. Nicht nur, aber vor
allem in steilen Passagen und Flussquerungen eine unverzichtbare
Hilfe, die wir nicht mehr missen möchten. Da dies unsere ersten und
bisher einzigen Stöcke waren ist unser Urteil selbstverständlich
nicht absolut zu verstehen, dafür fehlen uns die Vergleichswerte.
Wir können nur behaupten, das Gefühl zu haben, keinen Fehlkauf
getätigt zu haben.